Albtraufgänger - Etappe_1
- Bernd Liebl

- 22. Feb.
- 2 Min. Lesezeit
Wiesensteig - Parkplatz Benzenmahd
Bis zum Sommer haben wir uns den Fernweg "Albtraufgänger" vorgenommen.
Der Weg ist quasi um die Ecke, hier im Landkreis Göppingen.

Gestartet sind wir in Wiesensteig - noch trocken.
Der Wetterbericht brachte eigentlich durchgehend Regen.
Diesmal war es dann auch so. Nach ca. 10 Minuten fing es mit regnen an und hörte auch nicht mehr auf. Wir holten die Regenponchos aus dem Rucksack und weiter gings.
Wiesensteig wird erstmals 861 in einer Urkunde erwähnt. Die Siedlungsspuren reichen jedoch bis in die Steinzeit zurück. Das Stadtrecht besitzt der Ort bereits seit 1356. Er unterstand damals den Grafen von Helfenstein. Graf Ulrich XVII. von Helfenstein (1524–1570) und sein Bruder Sebastian († 1564) führten 1555 das lutherische Bekenntnis in Wiesensteig ein.
Das Wappentier und zentrale Symbol der Helfensteiner ist ein Elefant.
Zwischen 1562 und 1611 wurden in der Herrschaft Wiesensteig mindestens 111 Frauen und ein Mann im Rahmen der Hexenverfolgung als „Hexen und Unholde“ hingerichtet.
1567 kehrte Graf Ulrich XVII. zum katholischen Bekenntnis zurück und vollzog eine Gegenreformation.
Der Gemeinderat der Stadt Wiesensteig beschloss am 30. Januar 2017 die sozialethische Rehabilitierung der Opfer der Hexenprozesse.
Versteckt im ruhigen Hasental nahe der ehemaligen Papiermühle entspringt auf 625 m Höhe ein Fluss, der die Region prägt: die Fils. Ihr Ursprung, der sogenannte Filsursprung, ist eine beeindruckende Karstquelle inmitten eines naturbelassenen Tals. Hier sammelt sich das Wasser über ein weitverzweigtes System von unterirdischen Höhlen und Spalten im Kalkstein der Schwäbischen Alb, bevor es an einem Quelltopf sichtbar wird und als klarer Bach aus dem Boden tritt.
Das nächste Zeil war die Ruine Reußenstein.

Die Burgruine Reußenstein thront eindrucksvoll auf einer steilen Felsnadel am Nordrand der Schwäbischen Alb und bietet einen weiten Blick ins Neidlinger Tal. Die Anlage entstand im späten 13. Jahrhundert als Schutz der Neidlinger Steige und wurde wenig später von der Familie Reuß aus Kirchheim umfassend neu errichtet.
Der Knaupenfels ist ein aussichtsreicher Felskopf oberhalb von Neidlingen und zählt zu den stilleren Aussichtszielen entlang der Schwäbischen Alb. Auf rund 743 Metern Höhe gelegen, bietet er einen weiten Panoramablick über das Neidlinger Tal, die umliegenden Streuobstwiesen und das sanft auslaufende Albvorland. Bei sehr klarer Sicht reicht der Blick bis zum Stuttgarter Fernsehturm

Weiter über den Knaupenfels zum ersten Endpunkt, dem Parkplatz Benzenmahd in Nähe der Eckhöfe.
Strecke: 13,8 km
Höhenmeter: 367 m
Fazit:
Eine überschaubare, körperlich nicht herausfordernde Tour.
An diesem Tag war es für uns einfach zu regnerisch - irgendwann waren wir nass bis auf die Haut. Daher fiel auch leider unser "Einkehrschwung" aus.
Auf dem Weg liegen schöne Sehenswürdigkeiten wie der Filsursprung und die Ruine Reußenstein. Das lohnt sich auf jeden Fall.
Mit einem kleinen Umweg kommt man auch zur Schertelshöhle. Die Schertelshöhle ist eine der schönsten und tropfsteinreichsten Höhlen der Schwäbischen Alb. Hier gibt es auch eine Gaststätte mit Sonnenterrasse. Die Höhle ist von Mai bis Oktober geöffnet. Auf jeden Fall vorher über die Öffnungszeiten erkundigen.
Quellen:














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